16.06.2025 | Entgegen der Beschlüsse der Bezirksverordnetenversammlung Berlin Mitte für eine Rekommunalisierung der Habersaathstraße 40-48 wurde im August 2024 erneut eine Abrissgenehmigung für die Häuser erteilt.
Die Eigentümerin Arcadia Estate GmbH möchte die 105 Wohnungen abreißen und gegen Luxusbauten austauschen. Wenn das passiert, sind nicht nur die Langzeitmieter*innen betroffen, die sich seit vielen Jahren erfolgreich gegen den Abriss und gegen Verdrängung wehren: auch die 60 ehemals obdachlosen Menschen verlieren ihr Zuhause, das sie seit mehreren Jahren in der Habersaathstraße (Bild 1) gefunden haben.
Die Gerichte haben längst entschieden: „Eine Wohnung ist kein Aktienpaket“, und „Es gibt kein Recht auf Gewinnmaximierung“ – so lauteten die Urteilsbegründungen gegen die Verwertungskündigungen der Mieter*innen vom Amtsgericht Mitte, die durch das Landgericht Mitte bestätigt wurden. Alle Langzeitmieter*innen der Habersaathstraße 40-48 dürfen demnach bleiben. Nach Erneuerung der Abrissgenehmigung drangsalieren Eigentümer Andreas Pichotta und seine GmbH die Mieter*innen nun erneut mit Gerichtsprozessen, fristlosen Kündigungen und Verwertungskündigungen.




