Gesellschaft für Architekturtheorie

Gesellschaft für Architekturtheorie

Victor Hugo. Krieg den Zerstörern

Texte zu Architektur, Stadt und Buch. Ausgewählt, neu übersetzt und kommentiert von Matthias Noell

Autor*innen: Victor Hugo

Herausgeber*innen: Matthias Noell

Veröffentlicht: 07/2026

Umfang: 212 Seiten

Preis (Print): 24,00€

Verlag: urbanophil

Victor Hugo ist im deutschen Sprachraum in erster Linie für seine Romane bekannt, weniger hingegen für seine politischen Texte, Pamphlete und Polemiken. Hugos politisch geführte Feder war spitz, sehr spitz, und sie brachte ihm ein mehrjähriges Exil auf den englischen Kanalinseln Jersey und Guernsey ein. Noch weniger dürfte hierzulande geläufig sein, dass Victor Hugo bereits seit den 1820er Jahren gegen die Zerstörung der Architektur anschrieb und einen der Grundsteine für den folgenden Diskurs um den Erhalt historischer Bauten setzte.

Hugo wetterte gegen den Abriss historischer Bausubstanz, er beschimpfte Spekulanten, Banausen, Politiker und Architekten, und richtete sich ganz generell gegen jeden und jede, der oder die sich nicht eindeutig zum Erhalt von Kunstwerken, Architektur und kulturellen Werten aussprach. Er forderte in aller Deutlichkeit die Restitution von Raubkunst ein, und er war der erste, der sich mit einer klaren, theoretisch fundierten Äußerung für das Weiterbauen einsetze – vor John Ruskin, und in der heutigen Diskussion um eine notwendige Theorie des Weiterbauens vollständig vergessen.

Der Band versammelt Texte von Hugo zur Architektur, Stadt und Buch und überträgt sie neu oder auch erstmals ins Deutsche. Dazu zählen auch die berühmten Passagen aus dem Roman Notre-Dame, deren architekturtheoretische Ebenen in den bisherigen deutschsprachigen Ausgaben nicht weiter berücksichtigt wurden.

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